PROJEKTE


GROSSE HUFEISENNASE IN DER TERRA RAETICA

Fledermausexpertenaustausch im 3 Ländereck

Die Große Hufeisennase (Fledermaus) gehört mit zu den am stärksten bedrohten Säugetieren Europas. Vor allem die Bestände in Mitteleuropa sind stark bedroht, die alpinen Vorkommen sind möglicherweise weitgehend isoliert von den Beständen im Mittelmeerraum. Die Art ist für Österreich mittlerweile als Rarität anzusehen.


Seit 1995 sind nur wenige Individuen bekannt geworden, die sich im Zuge von Winter- und Sommerkontrollen in Höhlen und Stollen des Oberen Gerichtes von Landeck bis Pfunds feststellen ließen. Die nächsten bekannten Vorkommen aus Tiroler Sicht liegen im Vinschgau, rund 40 Kilometer Luftlinie von Pfunds entfernt. Der Status der Art im Oberengadin (CH) wird als erloschen eingestuft – Untersuchungen liegen aber längere Zeit zurück
Die einzelnen Überwinterer bzw. Übersommerer, die im Oberen Gericht seit 1995 mehr oder minder regelmäßig gefunden wurden, regten Untersuchungen an, um die Herkunft dieser Einzeltiere zu eruieren.


Im Folgenden soll ein Vorschlag für ein internationales Schutz- und Förderprojekt für diese bedrohte Tierart skizziert werden, welches den Bestand der Großen Hufeisennase in der Terra Raetica sichert und eine Ausdehnung des Areales nach Tirol und ins Engadin ermöglicht.

 

Anknüpfend auf die Erfahrungen im Projekt "Große Hufeisennase in der Terra Raetica" wird im Frühjahr 2012 ein Folgeprojekt unter dem Titel "Fledermausexpertenaustausch im Dreiländereck" gestartet.

 

Dabei soll vor allem die Nordtiroler Teilpopulation gefördert, die Monitoringmaßnahmen fortgeführt und der internationale Expertenaustausch vertieft werden. Hierfür erscheint es notwendig, durch geeignete Schritte die Quartiersituation für die Art zu verbessern. Mit einer „Wärmeglocke“ soll die mikroklimatische Situation in potentiellen Quartieren verbessert werden. Auf diese Weise könnte sich in Nordtirol eine Wochenstube etablieren, welche hinkünftig ohne Wärmemaßnahmen auskommen könnte – Beispiele aus der Schweiz und Bayern belegen dies.

 

Darüber hinaus soll die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit – vor allem in Südtirol – verstärkt werden, um – aufbauend auf der Arbeit der Südtiroler Partner - das Bewusstsein für die Große Hufeisennase zu schaffen bzw. noch zu verstärken.

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