Willkommen im Rätischen Dreieck

Als Terra Raetica (rätisches Land) bezeichnete man zur Zeit der Römer die kulturelle Gemeinschaft mehrer Völker des Alpenraumes.

Heute gewinnt die Terra Raetica ein neues Gewicht: die Regionen im Dreiländereck Österreich, Schweiz, Italien rücken wieder näher zusammen. Am 19.12.2007 haben die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol und der Graubünder Regierungsrat in einem feierlichen Akt die Gründung des Interreg Rates Terra Raetica beschlossen. Die Zielsetzung sei eine verstärkte grenzüberschreitende Kooperation mit einem einzigen gemeinsamen Management durch den Interreg-Rat und mit einer stärkeren Verzahnung der Interreg-Projekte zwischen den beteiligten Regionen bzw. Ländern.

 


Cultura Raetica trifft sich im Schnalstal

Der Arbeitskreis Cultura Raetica setzt seine Bemühungen zur grenzüberschreitenden Vernetzung im historischen rätischen Raum, der Terra Raetica fort.

Beim jüngsten Treffen des grenzüberschreitenden Arbeitskreises Cultura Raetica im archeoParc Schnalstal erhielten die Teilnehmenden von Kultureinrichtungen aus dem Vinschgau, Unterengadin/Val Müstair und Nordtirol spannende Einblicke in Entwicklung und Struktur des gastgebenden Hauses. Die Gründung des archeoParc ist aus einem EU-Interreg-Projekt hervorgegangen, das nach der Entdeckung der Gletschermumie „Ötzi“ vor mittlerweile 35 Jahren initiiert worden ist. Während die archäologischen Originalfunde im Museum in Bozen aufbewahrt werden, kann sich der archeoParc ganz auf die Vermittlung der Lebenswelt Ötzis konzentrieren. Das 2025 eröffnete Filialmuseum campus transhumanza erzählt die Geschichte des Wanderweidewirtschaft, des Schaftriebes, der als immaterielles Kulturerbe der UNESCO gelistet ist.

Anschließend wurden mehrere grenzüberschreitende Interreg-Projekte vorgestellt, die sich aus dem Arbeitskreis Cultura Raetica entwickelt haben und beim letzten Interreg-Rat Terra Raetica in Latsch genehmigt wurden. Dazu gehörten Kooperationen zur Schulgeschichte, zur Via Claudia Augusta, zur Vermittlung der Kulturgeschichte des Steinwilds, der digitalen Aufbereitung des „Ötzi“-Fundes und zur Arbeitsmigration von Frauen im Tourismus. Der Austausch im grenzüberschreitenden Arbeitskreis dient dazu, Erfahrungen zu teilen und die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks weiter zu vertiefen.

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