Willkommen im Rätischen Dreieck

Als Terra Raetica (rätisches Land) bezeichnete man zur Zeit der Römer die kulturelle Gemeinschaft mehrer Völker des Alpenraumes.

Heute gewinnt die Terra Raetica ein neues Gewicht: die Regionen im Dreiländereck Österreich, Schweiz, Italien rücken wieder näher zusammen. Am 19.12.2007 haben die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol und der Graubünder Regierungsrat in einem feierlichen Akt die Gründung des Interreg Rates Terra Raetica beschlossen. Die Zielsetzung sei eine verstärkte grenzüberschreitende Kooperation mit einem einzigen gemeinsamen Management durch den Interreg-Rat und mit einer stärkeren Verzahnung der Interreg-Projekte zwischen den beteiligten Regionen bzw. Ländern.

 

GRENZÜBERSCHREITENDES JUGENDPROJEKT

OPER-Eigenproduktion im Dreiländereck begeistert

Beeindruckt von der Schaffenskraft junger Menschen zeigten sich die zahlreichen Besucher der zwei Abschlussaufführungen der Oper „Atalanta“ im Oberschulzentrum von Mals. Gar einige sprachen nach den Vorstellungen von einem einmaligen kulturellen Erlebnis, welches vor Ort, ohne lange Anreise in die Opernspielorte wie Innsbruck, Wien oder Verona angeboten wurde. Über fünfzig Akteure, Großteils aus dem Gemeindegebiet Mals und dem Raum Obervinschgau, dem benachbarten Münstertal, dem restlichen Südtirol, der Provinz Trient und den Bundesland Tirol und Freistaat Bayern waren an dieser Eigenproduktion beteiligt. Dank der grenzüberschreitenden Ausrichtung konnte auf eine Förderung aus dem EU-INTERREG Förderprogramm Italien-Schweiz zur grenzüberschreitenden Weiterbildung mit Schwerpunkt Jugend und allgemeine Weiterbildung zurückgegriffen werden. Daher wurde das Projekt in Workshop-Form für Jugendliche und Erwachsene ausgeschrieben und innerhalb einer Woche erarbeitet und umgesetzt.  Erfreulich dabei ist, dass die Köpfe dieser Produktion allesamt aus dem Malser Gemeindegebiet stammen. Allen voran der junge Musikstudent Lukas Punter aus Planeil, welcher die musikalische Leitung inne hatte und sich über ein Jahr umfassend auf dieses Projekt vorbereitete. Er verstand es, sowohl lokale MusikerInnen im Barockorchester, im Chor- und Tanzensemble einzubauen, als auch erfahrene SolistInnen zu Höchstleistungen zu motivieren. Ihm zur Seite zeichnete Ludwig Fabi für die Regie verantwortlich, welcher seine zwanzigjährige ehrenamtliche Bühnenerfahrung in das Projekt einbrachte. Aber alle kreative Ideen und musikalisches Engagement ist ohne einen verantwortlichen Träger und organisatorischer Begleitung nicht umsetzbar. Diesen Teil übernahm der Bildungsausschuss Mals mit der Vorsitzenden Sibille Tschenett. So konnte die Gestaltung des Bühnenbildes, der Entwurf und die Erstellung der Kostüme, die Lichteffekte und die Maske von Jugendlichen aus dem Obervinschgau umgesetzt. Das Barockensemble überzeugte in musikalischer Hinsicht ebenso wie die vier SolistInnen, welche mit wunderbaren Arienpassagen und auch schauspielerisch für emotionale Höhepunkte sorgten. Die Schlussszene mit den Tänzerinnen der Volkstanzgruppe Mals, dem Chorensemble, den farbenprächtigen Kostümen musikalisch begleitet mit Trompeten und Paukenklängen des Orchesters veranschaulichten noch einmal die Kraft und Intensität dieser Opernaufführung, welche mit langanhalten Applaus belohnt wurde.

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