Willkommen im Rätischen Dreieck

Als Terra Raetica (rätisches Land) bezeichnete man zur Zeit der Römer die kulturelle Gemeinschaft mehrer Völker des Alpenraumes.

Heute gewinnt die Terra Raetica ein neues Gewicht: die Regionen im Dreiländereck Österreich, Schweiz, Italien rücken wieder näher zusammen. Am 19.12.2007 haben die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol und der Graubünder Regierungsrat in einem feierlichen Akt die Gründung des Interreg Rates Terra Raetica beschlossen. Die Zielsetzung sei eine verstärkte grenzüberschreitende Kooperation mit einem einzigen gemeinsamen Management durch den Interreg-Rat und mit einer stärkeren Verzahnung der Interreg-Projekte zwischen den beteiligten Regionen bzw. Ländern.

 

INTERREG RAT TAGTE

In der Knappenwelt Tarrenz beschäftigte sich das Gremium mit vielen kleinen und einigen größeren grenzüberschreitenden Projekten

Aus dem Nebeneinander der Regionen ist binnen fünf Jahren ein Miteinander geworden, aus der "Terra Raetica" eine Marke, wie es Walter Castelberg von der Regierung des Kantons Graubünden ausdrückte. Und noch etwas verbinde das Land der Räter, abgesehen von der Geschichte: die Lage der Regionen ist ähnlich, die Zentren unserer Länder sind weit weg. Umso näher rücken da die Regionen. Nun steigt auch die Knappenwelt Gurgltal in die Terra Raetice ein: Gemeinsam mit Laas im Vinschgau wird man ein Projekt über den Bergbau an der via Claudia Augusta starten. Der aktive Marmorabbau in Laas, der auch touristisch genutzt wird, soll mit der Geschichte des Bergbaus in Nordtirol (Knappenwelt) enger verbunden werden.

 

Ein zweites großes, 1,2 Millionen Euro schweres Projekt ist Admuseum. Es geht um die barrierefreiheit von Museen im Gebiet der Tera Raetica und die Rollstuhltauglichkeit des Piller Moors.

 

Außerdem beschloss der Interreg Rat Terra Raetica bei seiner Sitzung in der Knappenwelt 13 Kleinprojekte, die eine Gesamtsumme bis 25.000 Euro umfassen und die Bereiche Mensch, Kultur, natur und Verkehr umfassen. Dazua gehören der Ausbau von Breitbandinternet auf der letzten Meile zum PC, Lehrer- und Schüleraustausch (OSZ Mals und HAK Imst), oder Wettbewerbe zwischen den Berufsschulen Landeck und Schlanders. Die Kulturkarte mit allen Einrichtungen wurde neu aufgelegt, der Kulturkalender cultura.raetica.net abgesegnet. 17 Werbefilme für die Natur- und Kulturerlbniseinrichtungen werden gedreht, die historischen Archive der Bezirksgerichte im Vinschgau und Oberen Gericht werden aufgearbeitet und zugänglich gemacht. Bienen, Fledermäuse und Almen stehen im Mittelpunkt der Naturprojekte. Und schließlich wird die Fahrplanauskunft online gestellt, Radzählstationen entlang der Via Claudia Augusta installiert und in Mals ein Mobilitätszentrum eingerichtet.

zurück