Willkommen im Rätischen Dreieck

Als Terra Raetica (rätisches Land) bezeichnete man zur Zeit der Römer die kulturelle Gemeinschaft mehrer Völker des Alpenraumes.

Heute gewinnt die Terra Raetica ein neues Gewicht: die Regionen im Dreiländereck Österreich, Schweiz, Italien rücken wieder näher zusammen. Am 19.12.2007 haben die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol und der Graubünder Regierungsrat in einem feierlichen Akt die Gründung des Interreg Rates Terra Raetica beschlossen. Die Zielsetzung sei eine verstärkte grenzüberschreitende Kooperation mit einem einzigen gemeinsamen Management durch den Interreg-Rat und mit einer stärkeren Verzahnung der Interreg-Projekte zwischen den beteiligten Regionen bzw. Ländern.

 

NEUES VOM "TOURISMUS TERRA RAETICA"

gemeinsame Anknüpfungspunkte für die Verbände in Nord und Süd

gemeinsame Anknüpfungspunkte für die Verbände in Nord und Süd

Mit einer Führung durch den Wellnesstempel 'Aquadome' startete die jüngste Sitzung der Tourismusverbände am 23.November dieses Jahres. Im Anschluss an die Führung standen umfangreiche Programmpunkte auf der Tagesordnung:

 

  • Alpine Straße der Romanik: ist ein Kulturprojekt entlang einmaliger historischer Zeugnisse aus der Früh- und Hochromanik zwischen dem Schweizer Engadin, Südtirol und dem Trentino. Es umfasst über Dutzende romanische Stätten allein in der Region Trentino-Südtirol. Im Zentrum liegt das von Karl dem Großen gegründete karolingische Kloster St. Johann in Müstair.  Es ist daran gedacht, die Broschüre neu aufzulegen und auch romanische Stätten in Nordtirol darin aufzunehmen.
     
  • Enduro Bike Trails: In Sachen Rad-Trendsport dreht die Terra Raetica immer am „Rad der Zeit“. Und Enduro ist eben voll angesagt in der Mountainbike-Community, was den sportlichen und vor allem den Spaßfaktor betrifft. Von Wald bis schottriges Gelände, von Wurzeln über Steine bis Forstwege bietet die Gegend im Dreiländereck ja alles, nicht so steil und abschüssig, aber doch anspruchsvoll. In der Reschenregion wird im Rahmen eines Interreg-geförderten Projektes fleißig am Ausbau der Trails gearbeitet.
     
  • Terra Raetica Mobil: ebenfalls ein Interreg-gefördertes Projekt, das den Lückenschluss des Radweges über den Reschenpass zum Inhalt hat und gleichzeitig an innovativen Lösungen für die Beförderung der Biker tüftelt.
     
  • Qualifizierungsoffensive Tourismus Terra Raetica:  unter Federführung des TVB Imst-Gurgltal und des Regionalmanagements Imst wird im Jahr 2018 eine Weiterführung des beliebten Bildungsprogrammes stattfinden. Schulungstermine und Kursinhalte können dabei von den beteiligten Tourismusverbänden weitgehend selbst bestimmt werden. Dadurch ist eine optimale Implementierung der Maßnahmen in den TVB-internen Tagesablauf gewährleistet.
     
  • Nordic Terra Raetica:  Langlauf und andere alternative Wintersportangebote sind Thema in der gesamten Terra Raetica. Vor einigen Jahren hat es unter Federführung des TVB Kaunertal bereits ein grenzüberschreitendes Projekt dazu gegeben. Damals wurden einheitliche Beschilderungssysteme ausgearbeitet und behindertengerechte Loipen geschaffen. Ein neuer Vorstoß in diese Richtung kommt aktuell aus dem Martelltal.
     
  • Erlebniswelt Stilfserjoch: die Stilfserjoch-Passstraße ist ein magischer Anziehungspunkt für Touristen in der gesamten Terra Raetica. Besonders für Motorradfahrer ist der Ausflug dorthin ein Muss. Bislang präsentierte sich die Scheitelstrecke des Passes eher trist und wenig einladend, dies soll sich aber grundlegend ändern. Die Süditoler Landesregierung hat  die Sanierung der Festung Gomagoi und des angrenzenden Areals beschlossen. Damit wird aus dem Bau, der in den 1860er Jahren als militärische Straßensperre errichtet worden ist, ein modernes und einladendes Servicegebäude, das neben einem Infostand für Touristen auch einen Shop und eine Cafeteria beherbergen wird.
     

Die Idee, die Tourismussitzungen an wechselnden Orten der Terra Raetica abzuhalten und dabei touristische Infrastruktur der gesamten Region kennen zu lernen, wurde von allen Anwesenden sehr begrüßt. Das nächste Treffen wird im Frühjahr 2018 stattfinden.

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