Willkommen im Rätischen Dreieck

Als Terra Raetica (rätisches Land) bezeichnete man zur Zeit der Römer die kulturelle Gemeinschaft mehrer Völker des Alpenraumes.

Heute gewinnt die Terra Raetica ein neues Gewicht: die Regionen im Dreiländereck Österreich, Schweiz, Italien rücken wieder näher zusammen. Am 19.12.2007 haben die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol und der Graubünder Regierungsrat in einem feierlichen Akt die Gründung des Interreg Rates Terra Raetica beschlossen. Die Zielsetzung sei eine verstärkte grenzüberschreitende Kooperation mit einem einzigen gemeinsamen Management durch den Interreg-Rat und mit einer stärkeren Verzahnung der Interreg-Projekte zwischen den beteiligten Regionen bzw. Ländern.

 

16.07.2019

Damit die Wiesenbrüter nicht verschwinden

Grenzüberschreitendes Kleinprojekt - Schutzmaßnahme: Mitarbeit von Bauern ist gefragt

Quelle:Der Vinschger von Josef Laner

 

Es ist zwar nicht so, dass es sie nicht mehr gibt, aber die Lebensraumvoraussetzungen für Wiesenbrüter haben sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten arg verschlechtert. Auch auf Grünwiesen im Obervinschgau sind typische Wiesenbrüter wie Feldlerche, Braunkehlchen, Wachtel oder Wachtelkönig immer seltener anzutreffen. Der Hauptgrund dafür ist die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft. Um die Wiesenbrüter zu schützen bzw. ihnen wieder bessere Brutbedingungen anzubieten, hat der Interreg-Rat kürzlich ein eigenes Kleinprojekt genehmigt.


Wiesenbrüter in der Terra Raetica

 

Als Trägerin des Interreg V-Projektes (Italien-Österreich 2014-2020) „Wiesenbrüter in der Terra Raetica“ konnte die Gemeinde Mals gewonnen werden. Das Hauptziel des grenzüberschreitenden Projektes im Dreiländereck ist es, vorhandene Daten zu den verbleibenden Gebieten von Wiesenbrütern in der Terra Raetica aufzuarbeiten und zusammenzuführen. Wie die Biologen Joachim Winkler und Udo Thoma kürzlich bei einer Feldbegehung nicht unweit der Calven-Brücke in Laatsch übereinstimmten, breche der Bestand der Wiesenbrüter europaweit immer weiter ein. Im Rahmen des jetzt laufenden Projektes sind Erhebungs- und Kartierungsarbeiten geplant. Die Ergebnisse sollen als Basis für bewusstseinsbildende Maßnahmen sowie zur Erarbeitung von Managementplänen zum Schutz der Wiesenbrüter und zur Entwicklung von abgestimmten landwirtschaftlichen Betriebsmodellen dienen. Unerlässlich für den Erfolg des Projektes, das u.a. auch von der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz Südtirol (AVK) mitgetragen wird, sei die Mitarbeit von Bauern. Es wurde bereits mit mehreren Bauern im Raum von Laatsch und Mals bis hinauf nach St. Valentin a.d.H. Kontakt aufgenommen. Weiterlesen

 

zurück