Willkommen im Rätischen Dreieck

Als Terra Raetica (rätisches Land) bezeichnete man zur Zeit der Römer die kulturelle Gemeinschaft mehrer Völker des Alpenraumes.

Heute gewinnt die Terra Raetica ein neues Gewicht: die Regionen im Dreiländereck Österreich, Schweiz, Italien rücken wieder näher zusammen. Am 19.12.2007 haben die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol und der Graubünder Regierungsrat in einem feierlichen Akt die Gründung des Interreg Rates Terra Raetica beschlossen. Die Zielsetzung sei eine verstärkte grenzüberschreitende Kooperation mit einem einzigen gemeinsamen Management durch den Interreg-Rat und mit einer stärkeren Verzahnung der Interreg-Projekte zwischen den beteiligten Regionen bzw. Ländern.

 

06.08.2019

Langtaufers greift nach den Sternen

Maseben erhält Sternwarte – Ferienregion Reschenpass und Venet-Bergbahnen im Interreg-Programm „Terra Raetica unter Sternen“

Langtaufers. Das Hochtal Langtaufers hat sich als Eldorado für Wanderer, Langläufer und Skitourengeher einen Namen gemacht. Nun gibt es eine weiter Attraktion: die neue Sternwarte Maseben.

 

Am Tag der offiziellen Eröffnung der Sternwarte montierten die „Sternguides“ bzw. Sternführer Ulrich Stecher, Andreas Fliri, Sigfried Patscheider, Wolfgang Thöni und Sylvia Pinggera vor den Augen vieler Neugieriger auf die unscheinbaren Betonsäulen oberhalb der Berghütte Maseben ein Sonnen- und eine mächtiges Spiegelteleskop.

Die Witterung war an diesem Tag nicht ideal. Doch bei wolkenlosem Himmel können die Besucher der Sternwarte über Vieles staunen, erklärte Norbert Span. Der Fotograf, Astronom und Tourismusentwickler aus Steinach am Brenner war neben Gerald Burger der treibenden Kraft dieses Vorhabens, die wissenschaftliche und planende Autorität hinter dem Grenzen überschreitenden Sternwarte-Projekten im Venet (Bezirk Landeck) und in Maseben (Gemeinde Graun).

„Wir waren auf der Suche nach Standorten, wo man den Menschen die Faszination des Sternenhimmels ohne Lichtverschmutzung noch zeigen kann, und haben hier in Maseben auf 2276 Metern über dem Meer einen der dunkelsten Plätze der Alpen gefunden“, stellte Span fest.

Bürgermeister Heinrich Noggler, Roselinde Gunsch Koch als Vertreterin des Interreg-Rates im Bezirk Vinschgau, die Präsidentin der Ferienregion Reschenpass, Deborah Zanzotti Lechthaler, und Fraktionsvorsteher Toni Zanini zeigten sich überzeugt von der neunen Infrastruktur im „Toul“, die der Tatkraft von Gerald Burger zu verdanken sei.

Burger verwies darauf, dass die Umsetzung des Interreg-Projektes nur durch die Zusammenarbeit vieler möglich gewesen sei. Er erwähnte die offenen Türen und Ohren im Interreg-Rat, bei der Genossenschaft für Regionalentwicklung, bei den Betreibern der Berghütte Maseben bei der Fraktionsverwaltung Langtaufers, beim Forstamt, bei der Gemeinde Graun und bei den Interreg-Partnern in Landeck.

Die Segnung der neuen Sternwarte nahm Altpfarrer Anton Pfeifer vor. Er hatte eine passende Lesung aus dem Buch Mose des Alten Testamentes gewählt, in der es heißt: „Sieh doch zum Himmel hinauf und zähle die Sterne.“

Bei der Feier, an der auch der Vertreter des Vereis Amateurastronomen Max Valier aus Gummer teilnahmen, begeisterte Norbert Span auch mit seinem Vortrag, bei dem er atemberaubende Bilder von Sternschnuppenregen, Kometen, Sonnenfinsternissen und von der Milchstraße zeigte.

 

Die Sternwarte – Mit 2 Teleskopen in den Himmel schauen

Die beiden Teleskope auf Maseben werden derzeit bei Bedarf angebracht. Das kleinere Teleskop für die Beobachtung von Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche und das Spiegelteleskop mit einem Durchmesser von 360 Millimetern sind geeignet für visuelle Beobachtung und Astrophotographie. Wie dem „Sterne-Folder“ zu entnehmen ist, sind der Transit des Planeten Merkur vor der Sonnenscheibe am 11. November 2019 und die Explosion im Sternbild Schwan am 25. Oktober 2022 besondere Höhepunkte in nächster Zukunft. Einmal wöchentlich werden von der Ferienregion Reschenpass „Sternführungen“ angeboten

Von Günther Schöpf - DOLOMITEN

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