Willkommen im Rätischen Dreieck

Als Terra Raetica (rätisches Land) bezeichnete man zur Zeit der Römer die kulturelle Gemeinschaft mehrer Völker des Alpenraumes.

Heute gewinnt die Terra Raetica ein neues Gewicht: die Regionen im Dreiländereck Österreich, Schweiz, Italien rücken wieder näher zusammen. Am 19.12.2007 haben die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol und der Graubünder Regierungsrat in einem feierlichen Akt die Gründung des Interreg Rates Terra Raetica beschlossen. Die Zielsetzung sei eine verstärkte grenzüberschreitende Kooperation mit einem einzigen gemeinsamen Management durch den Interreg-Rat und mit einer stärkeren Verzahnung der Interreg-Projekte zwischen den beteiligten Regionen bzw. Ländern.

 

16.10.2019

Bildung und Natura Raetica

Die Natur als Lernort

Das Grenzgebiet zwischen Italien, Österreich und der Schweiz war früher die Heimat rätischer Volksstämme. Heute gewinnt die Terra Raetica neues Gewicht: die Bezirke Landeck und Imst, der Vinschgau und das Engadin rücken wieder näher zusammen. Neben der gemeinsamen kulturellen Geschichte wird die Region besonders durch ihre ursprüngliche Natur- und Kulturlandschaft geprägt. In alpinen Wildnisgebieten finden hier selbst die großen „Heimkehrer“ wie Steinbock, Bartgeier, Luchs und Bär entsprechenden Lebensraum. Dem gegenüber steht die „Natur aus Menschenhand“ – alte Kulturlandschaften wie Mager- und Feuchtwiesen, Bergmähder und Almen. Vor allem die Trockenrasen beheimaten eine schier unglaubliche Vielfalt, besonders an Insekten- und Pflanzenarten. Zwei Nationalparks, vier Naturparke und ein UNESCO-Biosphärenreservat zeugen vom naturkundlichen Wert der Terra Raetica.

Ulrike Totschnig (Koordinatorin des Arbeitskreises Natura Raetica): „Die Schutzgebiete der Terra Raetica mit ihren elf Naturerlebniseinrichtungen haben sich zum Ziel gesetzt, auf die naturkundlichen Besonderheiten in der Terra Raetica aufmerksam und sie für Einheimische und Gäste erlebbar zu machen. Ein wichtiger Fokus liegt dabei auf den Schulen. Alle acht Natura-Raetica-Partner bieten den Schulen ein vielseitiges pädagogisches Programm: Outdoorprogramme in Schutzgebieten, Erlebnisunterricht zu verschiedenen Themen, naturkundliche Ausstellungen, spezielle Programme für Partnerschulen u.v.m.“

Gemeinsam mit der Bildungsdirektion Tirol (Bildungsregion West) werden diese naturpädagogischen Programme im Rahmen von drei grenzüberschreitenden Lehrerfortbildungen im Projekt „Bildung und Natura Raetica“ vorgestellt. Das Interesse bei den Lehrerinnen und Lehrern ist sehr groß: Über 35 Personen aus Tirol, dem Vinschgau, dem Engadin und dem Münstertal nutzten gleich beim ersten Termin die Möglichkeit, den Naturpark Ötztal, das Alpinarium Galtür und den Naturpark Kaunergrat kennenzulernen.

Bernhard Frischmann (Bildungsdirektion Tirol): „Umweltbildung und Nachhaltigkeit sind ganz zentrale Bildungsziele der Bildungsdirektion Tirol. In Schulen wird die Basis für einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur gelegt. Wir freuen uns über das große Interesse der Pädagoginnen und Pädagogen an den Angeboten der Natura Raetica!“

Die Regionalmanagements für die Bezirke Imst (Regio Imst) und Landeck (Regio L) unterstützen den Arbeitskreis Natura Raetica in seiner Projektarbeit und bei der Finanzierung seiner Vorhaben. Das Projekt „Bildung und Natura Raetica“ wird über ein INTERREG-Kleinprojekt im Italien-Österreich-Programm finanziert.

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