Willkommen im Rätischen Dreieck

Als Terra Raetica (rätisches Land) bezeichnete man zur Zeit der Römer die kulturelle Gemeinschaft mehrer Völker des Alpenraumes.

Heute gewinnt die Terra Raetica ein neues Gewicht: die Regionen im Dreiländereck Österreich, Schweiz, Italien rücken wieder näher zusammen. Am 19.12.2007 haben die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol und der Graubünder Regierungsrat in einem feierlichen Akt die Gründung des Interreg Rates Terra Raetica beschlossen. Die Zielsetzung sei eine verstärkte grenzüberschreitende Kooperation mit einem einzigen gemeinsamen Management durch den Interreg-Rat und mit einer stärkeren Verzahnung der Interreg-Projekte zwischen den beteiligten Regionen bzw. Ländern.

 

Trockenrasen in der Terra Raetica

In diesem Kleinprojekt wird das Thema Trockenrasen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Die Trockenrasengebiete der Terra Raetica zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Alpen. Sie sind Heimat zahlreicher und seltener Schmetterlingsarten, aber auch Heuschrecken, Wildbienen, Reptilien und andere wärmeliebende Arten finden hier wertvollen Lebensraum. Im Interreg-Projekt „XEROS“, das 2006 abgeschlossen wurde, konnten zu diesem Themenkomplex wichtige fachliche Grundlagen geschaffen werden. Erklärtes Ziel war es, die wissenschaftlichen Ergebnisse in Managementpläne zu „gießen“ und den grenzüberschreitenden Austausch von Erfahrungen und Ideen zur Steigerung des Bekanntheitsgrads der Trockenrasen und deren touristische Vermarktung zu intensivieren. Nach Abschluss des Projektes XEROS fand noch ein gemeinsamer Workshop im Jahr 2008 in Ardez statt. Obschon seither weitere grenzüberschreitende Projekte zum Thema Biotopverbund (Econnect, Biotopverbund Via Claudia Augusta) umgesetzt wurden, hat die Intensität des Erfahrungsaustausches zum Thema „Trockenrasen“ über die Jahre abgenommen.

In den letzten 3 Jahren wurden mehrere phylogenetische Untersuchungen publiziert, die insbesondere für die Trockenlebensräume in den Alpen – und hier insbesondere für die Trockenrasengebiete in der Terra Raetica – von größter Bedeutung sind. So legen diese Forschungsergebnisse näher, dass es sich bei den Populationen nördlich und südlich des Reschenpasses, nicht wie angenommen, um genetische "Wurmfortsätze" der grossflächigen pontischen Steppengebiete darstellen. Diese wissenschaftliche Erkenntnis verstärkt die Bedeutung dieser inneralpinen Trockenrasengebiete aus Biodiversitätssicht noch mehr und hebt diese in ihrer Wertigkeit über vergleichbare Trockenrasengebiete in den Ostalpen heraus.

Ziele & Maßnahmen

  • Netzwerkbildung - Ziel: Präsentation neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Diskussion der Managementimplikationen / Installation einer Arbeitsgruppe
  • Öffentlichkeitsarbeit
    a. Erstellung von Infomaterialien
    Zurzeit gibt es kein aktuelles Informationsmaterial über die natürliche Vielfalt der Partnerregionen. Im Rahmen dieses Kleinprojektes sollen die Naturhighlights der Regionen präsentiert werden. Dazu soll eine gemeinsame Imagebroschüre herausgebracht werden. Download Broschüre b. Schmetterlingswege in Fließ und Mals
  • Produktentwicklung – Marketing

Kleinprojekt

Projektpartner:          Naturpark Kaunergrat/Gemeinde Mals
Projektlaufzeit:           01.01.2018 bis 30.06.2019

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