PROJEKTE


BÄRENPLATTFORM

Grenzüberschreitende Aktivitäten zum Thema Bär

Der Bär polarisiert und fasziniert - er ist einerseits Sinnbild für Natur und Vielfalt, andererseits wirkt er noch immer auf viele Menschen bedrohlich. Die Dreiländerregion zwischen Österreich, Italien und der Schweiz ("Terra Raetica") ist auch Lebensraum von Bären. Neben „Bruno“, der ob seiner  Geschichte zu überregionaler, wenn auch trauriger Berühmtheit gelang, wandern auch andere Vertreter der Bärenfamilie immer wieder über die Grenze (zumeist mit „medialer Begleitung“). Es ist anzunehmen, dass in Zukunft immer wieder Bären in die Region Terra Raetica einwandern und sich möglicherweise auf lange Sicht im Gebiet auch niederlassen werden.

 

Dies erfordert Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung bei der Bevölkerung in der Region Terra Raetica, den Aufbau eines handlungsfähigen Netzwerkes (von der Behörde bis zu Vertretern von lokalen Interessensgruppen) und Konsequente Weiterbildung und Wissensaustausch über die Grenzen (z.B. Herdenschutz, Schadensvermeidung, Installierung und Ausbildung von Bärenbeauftragten).

 

Rund 100 Bären-Interessierte aus der Region Terra Raetica (Engadin, Vinschgau und Oberes Inntal) haben am 10. März 2010 im Nationalparkzentrum Zernez einen intensiven Ausbildungstag absolviert. Dabei standen Themen wie Biologie und Verhalten des Braunbären, die Ausrottungsgeschichte, das Projekt Life Ursus im Trentino und die Entwicklung der neuen Population sowie das Bärenmanagement im Fokus. Bei fünf Workshops wurden Tipps und Tricks an die zukünftigen Bärenmultiplikatoren weitergegeben. Schafzüchter Jachen Andri Planta aus der Val Müstair rückte gleich direkt mit Schafen und Herdenschutzhunden an, damit der Praxisbezug einwandfrei gewährleistet war.

 

Rätische Bärenwochen. Vom 27. September bis 9. Oktober 2010 finden im Projektgebiet die Rätischen Bärenwochen 2010 statt. Geplant sind an zahlreichen Orten öffentliche Veranstaltungen und Schulprojekte zum Thema Bär. Im Zentrum der Arbeit steht die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung, Schadensverhütung, Abfallmanagement und Ausarbeitung von umweltbildenden Tourismusprojekten in der Region.

>> Weiterführende Informationen
zurück